Dachaufstockung in Berlin: Wann sich der Blick aufs Dach lohnt
Neuer Wohnraum ohne neues Grundstück. Welche Gebäude sich für eine Aufstockung eignen, warum Holzbau dabei die erste Wahl ist und wie die Potenzialanalyse abläuft.
Bauland ist in Berlin das knappste Gut – Dächer gibt es dagegen reichlich. Eine Dachaufstockung schafft neuen Wohnraum dort, wo Erschließung, Leitungen und Nahverkehr schon vorhanden sind. Kein Grundstückskauf, keine neue Infrastruktur, und der Bestand profitiert gleich mit.
Welche Gebäude sich eignen
Gute Kandidaten sind Gebäude mit Flachdach oder flach geneigtem Dach und Reserven in der Statik – typisch für Zeilenbauten der Nachkriegszeit und Plattenbauten. Ob es wirklich trägt, klärt die Potenzialanalyse: Statik, Baurecht, Erschließung und Wirtschaftlichkeit in einem Schritt, bevor größere Planungskosten entstehen.
Warum Holz-Hybrid-Bauweise
Beim Aufstocken zählt jedes Kilo. Holz- und Holz-Hybrid-Konstruktionen sind leicht, kommen weitgehend vorgefertigt auf die Baustelle und halten die Bauzeit über den Köpfen der Bewohner kurz – denn aufgestockt wird in der Regel im bewohnten Zustand.
Aufstockung plus Sanierung: der doppelte Effekt
Am wirtschaftlichsten ist die Aufstockung, wenn sie mit der energetischen Sanierung kombiniert wird: Das Gerüst steht ohnehin, die Fassade wird gedämmt, das Dach neu aufgebaut – und die neuen Wohnungen finanzieren einen Teil der Sanierung mit. Ergänzt um Photovoltaik und Gründach wird aus dem Bestandsgebäude ein Effizienzhaus mit mehr Wohnraum.
Genau so ein Projekt planen wir gerade in Berlin-Lichtenberg: KfW-55-Fassade plus zweigeschossige Aufstockung in Holz-Hybrid-Bauweise mit 27 neuen Wohnungen. Wie wir Aufstockungen angehen, zeigt die Leistungsseite Aufstockung und Nachverdichtung.