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Wissen Von Christoph Mojen

Schneller-Bauen-Gesetz: Was der Bau-Turbo für Aufstockungen bedeutet

Genehmigung in zwei Monaten statt Planverfahren über Jahre: die Kernpunkte des Bau-Turbos und warum vor allem Nachverdichtung und Aufstockung profitieren.

Das Schneller-Bauen-Gesetz – der „Bau-Turbo” – verkürzt Genehmigungsverfahren radikal: Gemeinden können Wohnprojekte binnen zwei Monaten genehmigen, ohne komplexe Bebauungsplanverfahren. Die Planungszeit sinkt damit im besten Fall von durchschnittlich fünf Jahren auf zwei Monate. Befristet ist die Regelung bis Ende 2030.

Die Kernpunkte

Bestehende Bebauungspläne dürfen überschritten werden – mehr Geschosse, Anbauten, Nachverdichtung. Im Innenbereich sind Vorhaben auch ohne strenges Einfügen in die Umgebung zulässig, der Lärmschutz wird bei innovativen Lösungen flexibler, und der Umwandlungsschutz für Mieter wurde bis 2030 verlängert. Berlin erleichtert parallel per Bauordnung die Bestandsumnutzung und Aufstockung.

Was das für den Bestand heißt

Direkt fördert das Gesetz keine Sanierung – die GEG-Anforderungen bleiben unverändert. Aber es macht kombinierte Projekte attraktiver: Wer das Dach aufstockt, kann im selben Zug Fassade dämmen und Heizung modernisieren, und die neuen Wohnungen finanzieren die Sanierung mit. Schnellere Genehmigungen verkürzen dabei genau die Phase, die solche Projekte bisher ausgebremst hat. Ob Ihr Gebäude das Potenzial hat, klärt die Machbarkeitsstudie.