Wohnen
Dieselstraße Potsdam, Komplexmaßnahme
Badmodernisierung, Zentralheizung und Dämmung in denkmalgeschützten Siedlungsbauten von 1929/30.
Dämmung der obersten Geschoss- und der Kellerdecke, Strangerneuerung Sanitär mit Badmodernisierung sowie der Einbau von Zentralheizung und neuer Elektrotechnik.
Siedlungsbau von 1929/30 unter Denkmalschutz
Die Potsdamer Siedlungsbauten dieser Jahre stehen für eine Bauaufgabe, die heute wieder aktuell ist: bezahlbarer Wohnraum in guter Gestaltung. Denkmalschutz heißt hier, dass die Fassade nicht gedämmt werden darf. Die energetische Verbesserung konzentriert sich deshalb auf die oberste Geschossdecke, die Kellerdecke und die Anlagentechnik – die Stellen, an denen sie ohne Eingriff ins Erscheinungsbild möglich ist.
Erstmals eine Zentralheizung
Der Einbau einer Zentralheizung ist in einem Bau dieser Zeit der größte Eingriff: Es gibt keine vorhandene Verteilung, keine Schächte, keine geeignete Erzeugerfläche. Dass er zusammen mit der Strangerneuerung Sanitär und der Badmodernisierung erfolgte, war deshalb kein Zufall, sondern Voraussetzung – jede dieser Maßnahmen braucht dieselben Wandöffnungen.
Förderprogramm als Rahmen
78 Wohneinheiten, 1,6 Millionen Euro netto, im Förderprogramm. Was das Denkmalrecht zulässt und was die Förderung verlangt, muss vor der Antragstellung zusammenpassen – nachträgliche Änderungen an einer der beiden Seiten gefährden die Zusage.
Ausgeführt 2014 bis 2017 im bewohnten Zustand mit Mieterbetreuung. Generalplanung über die Leistungsphasen 2 bis 9; die Objektbetreuung lief bis 2022.
Bilder aus dem Projekt