Strangsanierung im bewohnten Zustand: So läuft sie ab
Bäder und Stränge erneuern, ohne dass jemand auszieht? Geht. Was eine Strangsanierung umfasst, wie die Taktplanung funktioniert und worauf es bei Mietern ankommt.
Die Stränge eines Wohnhauses sind seine Lebensadern: Trinkwasser, Abwasser und Heizung laufen senkrecht durchs Gebäude, von Wohnung zu Wohnung. Sind die Leitungen am Ende ihrer Lebensdauer, hilft kein Flicken mehr – dann steht eine Strangsanierung an.
Was zu einer Strangsanierung gehört
Erneuert werden die senkrechten Versorgungsstränge, und weil die Leitungen in Bad und Küche liegen, meist gleich mit: neue Fliesen, Sanitärobjekte und Armaturen, Trockenbau, Maler- und Elektroarbeiten. In älteren Gebäuden kommt fast immer eine Schadstoffsanierung nach TRGS 519 dazu, etwa wegen Asbest in alten Dichtungen und Klebern.
Der Schlüssel: Taktplanung
Eine Strangsanierung im bewohnten Zustand steht und fällt mit dem Takt. Geplant wird strangweise: Während ein Strang gesperrt und erneuert wird, laufen die Nachbarstränge weiter. Je Strang dauert die Einschränkung wenige Wochen – planbar und vorher angekündigt. Ersatzbäder, feste Ansprechpartner und eine gute Mieterbetreuung machen den Unterschied zwischen einer Zumutung und einem geordneten Ablauf.
Warum sich der Aufwand lohnt
Wer die Stränge erneuert, saniert an der Wurzel: Wasserschäden und Havarien gehen zurück, Bäder werden zeitgemäß, und die Maßnahme lässt sich mit Wärmeschutz und Heizungsumstellung kombinieren. Für Wohnungsunternehmen ist entscheidend, dass die Wohnungen vermietet bleiben – genau dafür wird im bewohnten Zustand geplant.
ECOPLAN hat in Berlin über 3.500 Wohnungen im bewohnten Zustand strangsaniert, von einzelnen Aufgängen bis zur Komplexmaßnahme mit über 1.300 Wohnungen. Wie wir dabei vorgehen, zeigt die Leistungsseite Strangsanierung – und die Referenzen zeigen die Ergebnisse.