BAFA-Einzelmaßnahme oder KfW-Effizienzhaus: Was lohnt sich?
Zuschuss für die Einzelmaßnahme oder Förderung fürs ganze Effizienzhaus? Die beiden Wege der BEG-Förderung im Vergleich, mit Quoten und Entscheidungshilfe.
Wer eine energetische Sanierung plant, steht früh vor einer Grundsatzfrage: einzelne Maßnahmen über die BAFA fördern lassen oder das Gebäude als Ganzes zum KfW-Effizienzhaus entwickeln?
BAFA-Einzelmaßnahmen (BEG EM)
Gefördert werden Heizungstausch, Dämmung von Dach, Wänden und Kellerdecken, neue Fenster und Türen sowie die Optimierung bestehender Heizungen – mit 15 bis 20 Prozent Zuschuss je nach Maßnahme. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor, kommen 5 Prozentpunkte obendrauf. Der Weg ist flexibel und schnell: Teilsanierungen sind möglich, Schritt für Schritt. Der Preis dafür: Ohne Gesamtkonzept bleibt Einsparpotenzial liegen.
KfW-Effizienzhaus (BEG WG)
Hier zählt das Gebäude als Ganzes, mit den Standards 85, 70, 55 und 40. Beim Effizienzhaus 40 EE sind bis zu 45 Prozent Tilgungszuschuss möglich. Die Sanierung ist planungsintensiver und teurer, liefert dafür die maximale Energieeinsparung, niedrige Betriebskosten und einen spürbaren Wertsprung der Immobilie.
Unsere Empfehlung
Wer schrittweise vorgehen will oder muss, fährt mit BAFA-Einzelmaßnahmen gut – idealerweise entlang eines Sanierungsfahrplans, damit die Schritte zusammenpassen. Wer umfassend modernisiert, holt mit dem KfW-Weg das Maximum heraus. Welche Variante bei Ihrem Gebäude rechnet, klärt eine Energieberatung – sie liefert die Nachweise für beide Wege gleich mit.