Wohnen
Weskammstraße, Pilotprojekt Pumpentechnik
Pilotprojekt für dezentrale Pumpentechnik mit 25 Prozent Energieeinsparung, saniert im bewohnten Zustand.
Pilotprojekt für den Einbau der dezentralen Pumpentechnik mit rund 25 Prozent Energieeinsparung. Sanierung der bestehenden Fußbodenheizung und energetische Ertüchtigung des kompletten Heizungssystems in 137 Wohnungen, dazu Schadstoffbeseitigung.
Was dezentrale Pumpentechnik bedeutet
In einer konventionellen Anlage drückt eine zentrale Pumpe das Heizwasser durch das gesamte Netz. Sie muss deshalb für den ungünstigsten Abnehmer ausgelegt sein – und arbeitet für alle anderen dauerhaft gegen zu viel Druck. Bei der dezentralen Lösung sitzen kleine Pumpen an den einzelnen Kreisen und fördern nur so viel, wie tatsächlich gebraucht wird. Die Einsparung von rund 25 Prozent stammt genau daraus.
Warum das ein Pilotprojekt war
Zum Zeitpunkt der Umsetzung war die Technik im Wohnungsbestand nicht etabliert. Ein Pilotprojekt heißt: Die Auslegung lässt sich nicht aus Erfahrungswerten ableiten, sondern muss rechnerisch belegt und im Betrieb nachgemessen werden. Bei 137 Wohnungen mit vorhandener Fußbodenheizung – die wegen ihrer trägen Regelung besonders empfindlich auf Volumenstromänderungen reagiert – war das der aufwendigere, aber der einzig belastbare Weg.
Bestand nutzen statt ersetzen
Die vorhandene Fußbodenheizung wurde saniert, nicht herausgerissen. Das gesamte Heizungssystem wurde energetisch ertüchtigt, die Schadstoffbeseitigung gehörte zum Umfang.
Durchgeführt 2009 bis 2011 im bewohnten Zustand. Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung über alle neun Leistungsphasen.