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Hybride Wärmeversorgung für ein Wohnquartier

Umstellung eines Wohnquartiers von 1959 auf eine Hybridheizung aus Wärmepumpe, Gas-Brennwert und PV.

Hybride Wärmeversorgung für ein Wohnquartier

Planung der Umstellung der Wärmeerzeugung eines Wohnquartiers von 1959 auf eine bivalent-parallele Hybridheizung: eine Luft-Wasser-Wärmepumpe deckt den Grundbedarf, die auf Gas-Brennwert umgerüsteten Bestandskessel übernehmen die Spitzenlast. Eine PV-Anlage versorgt vorrangig die Wärmepumpe.

Warum hier keine reine Wärmepumpe geplant wird

Ein Quartier von 1959 hat Heizflächen, die für hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt sind. Eine Wärmepumpe, die diese Temperaturen auch am kältesten Tag allein liefern soll, müsste sehr groß dimensioniert werden – und liefe den Rest des Jahres weit unterhalb ihres besten Wirkungsgrades. Die bivalent-parallele Lösung geht den anderen Weg: Die Wärmepumpe wird auf den Grundbedarf ausgelegt, den sie über den größten Teil des Jahres effizient deckt, und die Bestandskessel springen nur an den wenigen Spitzentagen ein.

65 Prozent erneuerbar, ohne Komplettaustausch

Das Gebäudeenergiegesetz verlangt bei neuen Heizungen einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien. Diese Vorgabe wird hier erreicht, ohne das vorhandene Heizungsnetz zu ersetzen: Die Bestandskessel werden auf Gas-Brennwert umgerüstet statt entsorgt, das Verteilnetz über 14 Häuser bleibt weitgehend erhalten. Der Eingriff in die Substanz – und damit die Bauzeit in bewohnten Häusern – bleibt entsprechend klein.

Der Strom kommt vom eigenen Dach

Eine PV-Anlage versorgt vorrangig die Wärmepumpe. Damit sinkt genau der Anteil der Betriebskosten, der bei Wärmepumpen erfahrungsgemäß die größte Sorge auslöst. 63 Wohneinheiten in 14 Häusern, 4.963 Quadratmeter beheizte Fläche.

Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung, laufend seit 2025.