Wohnen
Crellestraße, zentrale Wärmeversorgung
Umstellung dezentraler Gasthermen auf zentrale Gas-Brennwerttechnik in Gründerzeit-Altbauten, darunter ein Baudenkmal.
Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung für die Umstellung dezentraler Gasthermen auf eine zentrale Wärmeerzeugung mit Gas-Brennwertgeräten und zentraler Warmwasserbereitung.
Warum Etagenthermen zum Problem werden
In fünf Gründerzeit-Altbauten hing bis dahin in jeder Wohnung eine eigene Gastherme. Für den Eigentümer bedeutet das: viele Geräte, viele Wartungstermine, viele Austauschzeitpunkte – und keine Möglichkeit, das Haus als Ganzes auf einen erneuerbaren Wärmeerzeuger umzustellen. Solange die Wärme dezentral erzeugt wird, ist jede Quartierslösung, jede Wärmepumpe und jeder Fernwärmeanschluss praktisch ausgeschlossen.
Die Zentralisierung ist der eigentliche Schritt
Mit der zentralen Wärmeerzeugung und Warmwasserbereitung entsteht zum ersten Mal ein Verteilnetz im Haus. Dass die Erzeugung zunächst über Gas-Brennwertgeräte läuft, ist dabei nicht der Endpunkt: Ein zentrales Netz lässt sich später auf einen anderen Erzeuger umstellen, ohne noch einmal in jede einzelne Wohnung zu müssen. Der aufwendige Teil – Steigleitungen, Verteilung, Warmwasserzirkulation – ist dann bereits erledigt.
Im bewohnten Altbau, teils unter Denkmalschutz
Die Leitungsführung in Gründerzeithäusern ist der kritische Punkt: Es gibt keine Schächte, die Decken sind selten waagerecht, und in einem Baudenkmal ist nicht jeder Wanddurchbruch zulässig. Geplant und umgesetzt 2020 bis 2022 im bewohnten Zustand.
Bilder aus dem Projekt