Welche Heizung ist am günstigsten? Gas, Öl und Wärmepumpe im Vergleich
Anschaffung, Betriebskosten und CO₂-Preis: der ehrliche Kostenvergleich von Gasheizung, Ölheizung, Wärmepumpe, Pellets und Fernwärme mit Blick auf die Zukunft.
Die günstigste Heizung ist nicht die mit dem niedrigsten Kaufpreis – entscheidend sind die Kosten über die Lebensdauer, und da verschiebt der CO₂-Preis gerade die Rechnung.
Der Vergleich
Gasheizung: 8.000 bis 12.000 Euro Anschaffung, rund 10 bis 12 Cent je Kilowattstunde. Preiswert beim Kauf, aber mit steigendem CO₂-Preis langfristig risikobehaftet.
Ölheizung: 9.000 bis 13.000 Euro plus Tank, 11 bis 14 Cent je Kilowattstunde. Ein Auslaufmodell mit hohem CO₂-Ausstoß.
Wärmepumpe: 15.000 bis 35.000 Euro Anschaffung. Strom kostet zwar rund 30 Cent je Kilowattstunde, aber aus einer Kilowattstunde Strom werden 3 bis 4 Kilowattstunden Wärme. Staatlich gefördert, keine CO₂-Abgaben, mit Ökostrom klimaneutral.
Pelletheizung: 20.000 bis 35.000 Euro inklusive Lager, günstige 8 bis 10 Cent je Kilowattstunde – aber Platzbedarf und Fragen zur Rohstoffverfügbarkeit.
Fernwärme: 1.000 bis 5.000 Euro, wenn ein Anschluss verfügbar ist; die Konditionen unterscheiden sich regional stark.
Das Fazit
Über die Lebensdauer gerechnet ist die Wärmepumpe in den meisten Fällen die wirtschaftlich und ökologisch zukunftssicherste Lösung – vor allem in Kombination mit einer energetischen Sanierung. Im Mehrfamilienhaus entscheidet die Anlagenauslegung über die Wirtschaftlichkeit; oft ist eine Hybridlösung der beste Einstieg.